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Wasserlust

Wasserlüste

 

Seit Tagen unterwegs, Etwas Regen, viel Wind, salzige Nässe kriecht in den Pullover, lässt Hautfalten jucken, da hilft bald auch kein ausgiebiges Kratzen… ein klebriges Gefühlunterwandert die Klamotten, überzieht die Haut. Waschen mit Meerwasser, Nachspülen mit etwas Süßwasser, ja schon besser für kurze Zeit. Der Fokus ist auf anderes gerichtet, die Wellen, der Wind, das Schiff, die Sorge alles richtig zu machen, die Freude wenn da Zusammenspiel von Natur, Schiff und Mensch glückt. Ausgeblendet, fast nicht vorhanden ist dann das cutane Unbehagen.

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Der Hafen ist in Sicht. Trotz Nieselregen einladende Farben ruhiges Wasser, nasses Tauwerk. Anlegen, ein Manöver, das überall seine kritischen Beobachter hat, die offen sind für Freude über Geschick, Spannung ob etwas missrät, lästernde Sprüche über Doofheit und auch Ärgerlichkeit über Fahrlässigkeit und schlechte

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Seemannschaft. Anlegen in fremden Häfen ist auch für einen erfahrenen Segler häufig  mit Ängsten behaftet wie Paternosterfahren;  ohne auszusteigen den oberen Wendepunkt durchfahren und: Gott sei Dank! – zu erleben, dass die Kabine auf dem Weg hinunter nicht kopfüber gleitet. Auch bei diesem Anleger steht nichts Kopf, die Spannung fällt ab, und schon während des Aufklarierens überfällt mich ein sich ständig

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steigendes Jucken, bei gleichzeitigem Durst, der Anlegeschluck konkurriert heftig mit dem im Innenohr schon zu hörendem heißen Wasserstrahl einer Dusche, die ohne Ende und verschwenderisch den Raum in Wasserdampf und mich in perlendes Süßwasser hüllt. Em Inneren Frösteln hilft der Anlegeschluck ab, aber dnn gibt es kein Halten mehr! Zum Hafenmeister? Ne später! Handtuch her, Shampoo und los geht`s!! durch die

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 Anlage, rein in die Sanitäranlage, sogar die Toiletten, die durcheilt werden müssen haben stahlen eine sinnliche Freundlichkeit aus, von der mir Freunde  aus anderen Erlebensbereichen berichteten.

Klamotten runter, ein  genussvoller Blick auf die schlichte Dusche, in meinen Augen jetzt einem Tempel gleich!

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Die Duschtür öffnen, mit langem Arm die Hähne öffnen, abwarten bis das

Wasser die richtige Temperatur erreicht, die Wonne der Dusch soll nicht durch initiales Frösteln gemindert werden! Sich Drehen , Räkeln, das Wasser fließt über den Kopf, die Kopfhaut befreit sich kribbelnd und frisch von dem Juckreiz an den Haarwurzeln, in Bächen, die auf der Haut , am Bauch auf dem Rücken  spürbar sind, rinnt das frische heiße Wasser hinab, zwischen den Pobacken, den kleinen Falten am Hoden, dessen unterschwellige  Salzjucken ansonsten am ehesten in den Vordergrund tritt. Der Raum füllt sich mit Dampf, die Haut wird weich.

 

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Schnell raustreten, Shampoo reinholen, den geschmeidigen Schaum massierend auf Kopf und Körper reibend, der Rasierer gleitet durch die stoppeligen Haare mit geschlossenen Augen wird die Haut geglättet, die Wärme und das Rauschen des Wassers, dieses Willkommen durch die Zivilisation lässt jede Technikverdrossenheit im Moment absurd erscheinen.

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Die Anlage hat offensichtlich einen Boiler, denn das Wasser wird etwas kühler und solange es noch schön warm ist drehe ich ab, die Erinnerung an die gleitend fließende spritzige Wärme bleibt auf der Haut haften wie ein Mantel aus Wohlbehagen.

Noch ist der dampfgefüllte Raum warm, kein kalter Luftzug vertreibt das Behagen.

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Kopf abrubbeln, Rücken abtrocknen, die Beine, den Schritt trocknen und dann eincremen, ein Fest für die Haut! Ich bin nur Haut, etwas anderes gibt es nicht in diesen Minuten.

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Übereinen Haarföhn verfüge ich nicht, aber vorne im Toilettenraum gibt es einen Handtrockner, in der Hocke bläst er mir die Haare trocken, die nun

 wieder  - jedes Haar für sich!- in jedem Windhauch sich frei bewegen können.