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Zehn sinnliche und kurze Geschichten

sinnliches

 

Von den zehn Geschichten finden Sie weiter unten drei als Leseproben, eine Auswahl die sich mit  Sinnlichkeit in unterschiedlichen Lebensaltern beschäftigt.

Das thematisch passend bebilderte Buch mit allen zehn Geschichten ist 2009 bei BoD, Norderstedt erschienen:

ISBN 978-3-8370-7118-4

 

http://www.bod.de/index.php?id=1132&objk_id=192653

Einige Worte vorweg

Warum ich über Sinnlichkeit schreibe? Warum ich male?

Weil es mir Freude macht!

Im Erwachsen werden wird Sinnlichkeit schichtweise überdeckt durch Rationalisierungen, Begründungskonstrukte, dem Bemühen, den Verstand über die direkte Wahrnehmung, meint eben auch die Emotionalität zu stellen.

Unter allen Sinnlichkeiten erscheint mir die Erotik am wenigsten für sich zu stehen, sie ist vielmehr nur möglich durch das Zusammenwirken vieler oder aller Sinne.

Als älter gewordener Mensch geriet ich - nicht ohne eigenes Verschulden -  in eine Situation, in der mein Leben eine anscheinend katastrophale Wendung nahm: Beruf und Geld verloren, Partner tot, soziales Umfeld schwer beschädigt.

Woran anknüpfen, woher Orientierung für weiteres Leben nehmen ohne Neuauflagen vergangener Strukturen anzustreben? Sich selber neu zu erfinden  musste Thema werden.

Also wurde es erforderlich an ursprüngliches Erleben anzuknüpfen. Dies geht auf dem Wege der Erinnerung an eigene aber auch gehörte und aufgenommene Geschichten, schließlich sind darin ja auch die Reichtümer des Erlebens verborgen. Aber das reichte bei mir nicht aus, auch die Art   Gegenwart zu erleben  musste neu beschritten werden. Platon lässt Sokrates im Symposion leicht nachvollziehbar schildern, wie das direkte Erleben des Eros, dessen Reflektion und geistige Verarbeitung zur weiterführenden Handlungsfähigkeit führt.

Auf diesem Hintergrund entstanden die nachfolgenden Texte.

Und aus welchem sehr individuellen Bedürfnis heraus den Leser die folgenden  Texte ansprechen, bereichern und erfreuen, mag dessen auch unerklärte Sphäre bleiben.

Sinnlichkeit zu erleben ist ein zentraler Zugang Schönheit zu erfahren und mehr noch, den Zugang zu eröffnen um selber zu gestalten. Die Hingabe an dieses Schöne ist Kraftquelle, Lebensweg und Ziel zugleich. Dies gilt natürlich nicht nur für Erotik; auch die einzelnen Sinnesquellen haben für sich ihre klingenden Faszinationen und schillernd duftenden  Farben. In der Erotik treffen sie jedoch fast alle und fast alles verwirbelnd  aufeinander. Und hinterlassen dennoch Klarheit, Einsicht und wohligen inneren Reichtum.

Die Hingabe ist ein Kontrapunkt zur beziehungsarmen Misstrauensgesellschaft. Die Hingabe ist zentraler Quell individueller Kraft, Kreativität und einer virulent ansteckender Lebensfreude.

Kunst ist die Aussage über sinnliche Dimensionen.

Dieses Selbstverständnis von Kunst hat mich beim Schreiben und Malen begleitet.

Die Texte sind alle in der Ich- Form erzählt, denn sowohl beim Darstellen wie auch beim Hören oder Lesen sind Sinnlichkeiten am ehesten durch die Identifikation mit dem Protagonisten erlebbar. Kritische Distanz ist an dieser Stelle eher hinderlich. Dass ich weder hier noch im weiteren Text   das politisch korrekte Gendern anwende, möge man mir nachsehen, es ist meinem Gefühl für die Ästhetik der Sprache sowie der Universalität der Sinnlichkeit  geschuldet. Im Zweifelsfall ist also immer das Genus und nicht der Sexus gemeint.

In einem Beitrag,der das Buch abschließt, folgt noch ein kleiner theoretischer Diskurs, den ich schrieb um für mich den Kopf klarer zu bekommen. ( Hier auf der Website finden Sie den Artikel unter "Sinnliches")

Da Sie, kluge Leserin und charmanter Leser, diesen Band hoffentlich schon erstanden haben, bleibt nur noch der Hinweis, dass alle hier gezeigten Gemälde (je nach Verfügbarkeit) auch erwerbbar sind, zur eigenen Freude oder, vielleicht noch schöner, um den Genuss auszukosten anderen Freude  zu bereiten.

 

P.A. Scheller,

An lykischen Gestaden

im Januar 2009

 


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Was ist die Summe aus 3 und 7?*